Waffenhandels-Kontrollvertrag 2013

Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffen­gewalt, dies sind eine halbe Million Menschen im Jahr. Amnesty Inter­na­tional setzt sich seit Jahren beharrlich für strenge Regeln zur Kontrolle des Waffen­handels ein.Hände hoch für Waffenkontrolle: Amnesty-Aktion am 27. Juni 2012 in Bern in der Schweiz: © Valérie Chételat
  Am 2. April 2013 hat die UNO- Vollversammlung nun mit sehr deutlicher Mehrheit ein solches Waffenhandelsabkommen verabschiedet, das nun noch von mindestens 50 Mitgliedsstaaten ratifiziert werden muss um in Kraft treten zu können.

"Das ist ein historischer Moment. Endlich haben die meisten Staaten nun einem Abkommen zugestimmt, das unverantwortliche Rüstungstransfers verhindern soll", sagt Verena Haan, Rüstungsexpertin von Amnesty International in Deutschland, die in New York die Verhandlungen begleitet hat.
"Angesichtes der ökonomischen Interessen und der politischen Macht der Waffenproduzenten ist der Abschluss dieses Abkommens ein großer Erfolg für die Zivilgesellschaft, die seit Jahren für das Abkommen gekämpft hat, sowie für die Regierungen, die diese Forderung unterstützt haben", sagt Mathias John, ehrenamtlicher Rüstungsexperte bei Amnesty International in Deutschland.
Und allein in Deutschland hatten in den vergangenen Wochen über 35.000 Menschen mit ihrer Unterschrift starke Kontrollen im weltweiten Waffenhandel gefordert.
Amnesty International wird den Prozess auch weiterhin begleiten und - falls es nötig ist - Petitionen starten, um die Staaten an ihre Zusagen zu erinnern.


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