Im größten Bezirk innerhalb der deutschen Sektion von Amnesty International bieten sich viele Möglichkeiten für eine aktive Mitarbeit, entweder kontinuierlich in unseren Gruppen und/oder nur zu bestimmten Aktionen.
In Berlin und Brandenburg gibt es über vierzig Gruppen mit unterschiedlichen geographischen und thematischen Schwerpunkten. Die Gruppen treffen sich in der Regel alle zwei Wochen an verschiedenen Orten in Berlin und Brandenburg und verfügen über verschiedene Größen: von einer Handvoll bis zu einigen Dutzend Mitgliedern. Die Gruppen tauschen sich über die Menschenrechtssituation in „ihrer“ Region und/oder zu „ihrem“ Thema aus, planen öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Verbesserung der Menschenrechte, Maßnahmen zum Sammeln von Spenden oder beteiligen sich an Veranstaltungen des Bezirks oder der Sektion.

Unser Bezirk beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Themen, wie dem Kampf gegen Folter und die Todesstrafe, gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen oder aufgrund der sexuellen Orientierung. Der Schutz der Menschenrechte in allen Teilen der Welt ist unser Anliegen, wie in Lateinamerika, Russland, der Türkei, Ägypten oder dem französisch-sprachigen Afrika. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit Menschenrechtsverletzungen in Deutschland, hier in erster Linie mit den Rechten von Flüchtlingen.

Die zahlreichen Gruppen bilden das Fundament des Bezirks. In ihnen findet der größte Teil unserer Arbeit statt. Neben den Gruppen gibt es aber noch den Bezirk mit einem eigenen Bezirksteam und mehreren Arbeitskreisen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Gruppen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dies tut der Bezirk durch die Förderung des Austauschs zwischen den Gruppen, der Bereitstellung von Aktionsmaterial und Räumen, der Vermittlung von Menschenrechtswissen, der Vernetzung mit anderen Menschenrechtsorganisationen und der Vertretung der Interessen des Bezirks innerhalb der deutschen Sektion von Amnesty International. Da Amnesty ein basisdemokratischer Verein ist, nehmen Diskussionen über aktuelle inhaltliche Schwerpunkte des Vereins, die Verbesserung seiner Organisationsstruktur oder über geeignete Strategien zur Sammlung von Spendengeldern viel Raum ein. Alle Vorschläge werden ausführlich diskutiert und demokratisch beschlossen. Im Bezirk trifft sich einmal im Monat die Bezirksversammlung, die als höchstes Beschlussorgan des Bezirks jedem Mitglied die Möglichkeit zur Diskussion und zur Mitentscheidung bietet.

Die Hauptstadt Berlin ermöglicht dem Bezirk gelungene öffentlichkeitswirksame Aktionen. So finden regelmäßig Demonstrationen und Mahnwachen auf zentralen Plätzen, bei Staatsbesuchen oder vor den Botschaften menschenrechtsverletzender Staaten statt. Aktuelle Beispiele dafür sind Proteste gegen sexuelle Gewalt an ägyptischen Frauen, gegen staatliche Eingriffe in das Recht auf Privatsphäre und die exzessive Überwachung des Internets, gegen das US-Gefangenenlager auf Guantanamo Bay oder die Verfolgung von Homosexuellen in einigen afrikanischen Staaten.
Jeden Sommer veranstaltet der Bezirk ein Gartenfest im Friedenszentrum Martin-Niemöller-Haus in Berlin-Dahlem. Zu dem Fest sind jede und jeder herzlich willkommen. Das Ziel ist es, über unsere Arbeit und Menschenrechte zu informieren, sich bei unseren FördererInnen und UnterstützerInnen zu bedanken, sich auszutauschen und gemeinsam bei Essen, Getränken und Musik Spaß zu haben.

Das Büro des Bezirks befindet sich im Haus der Demokratie und Menschenrechte in der Greifswalder Str. 4, an dessen Gestaltung und Weiterentwicklung wir uns aktiv beteiligen: Das Haus vereint über fünfzig zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für demokratische Teilhabe, für Menschenrechte oder für den Schutz der Umwelt einsetzen. Unter anderem organisieren wir ein alljährliches Haus- und Hoffest und beteiligen uns an gemeinsamen Aktionen, wie beispielsweise einem Tag gegen Rassismus und Intoleranz oder einer Demonstration gegen zunehmende staatliche Überwachung und Kontrolle der privaten Kommunikation.

Schließlich gibt es zahlreiche Förderinnen und Förderer im Bezirk, die uns mit regelmäßigen Spenden unterstützen und so einen unerlässlichen Beitrag für unsere Arbeit leisten. Unsere Arbeit hängt von umfangreichen und kostspieligen Recherchen über Menschenrechtsverletzungen und Kampagnen für den Schutz der Menschenrechte ab.
Die weltweite Verwirklichung aller Menschenrechte, die sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, finden, ist unser übergreifendes Ziel. Vielfältige Aktivitäten sind zur Erreichung des Zieles erforderlich: das Spenden von Geld oder Zeit, die Arbeit zu verschiedenen Menschenrechtsthemen und Ländern oder unterschiedliche Aktions- und Veranstaltungsformen. Wir freuen uns immer über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die ein Teil der weltweit größten Menschenrechtsbewegung werden möchten.


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